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6 Mein Computer hat ein ... Wie bekomme ich das zum Laufen?

Hardwaretreiber unter Linux stecken entweder in sogenannten Modulen oder direkt im Kernel. Der Vorteil von Modulen ist, daß sie je nach Bedarf jederzeit ge- und entladen werden können. Der Kernel, den Ihr derzeit benutzt, ist von SuSE zusammengestellt. Dabei sind einige Sachen drinnen, die Ihr bestimmt nicht braucht (z.B. Unterstützung für Glasfasernetzwerkkarten).

Wenn eine Eurer Hardwarekomponenten nicht unterstützt wird oder Ihr Euren Kernel etwas schlanker machen wollt, müßt Ihr Euch einen eigenen Kernel bauen. Das ist gar nicht so schwierig.

Der Kernel wird erst konfiguriert, danach compiliert. Dann müssen noch einige Dateien durch die Gegend kopiert werden.

6.1 Ich konfiguriere einen Kernel

Wir wechseln ins Verzeichnis /usr/src/linux. Dort starten wir dann das Konfigurationsprogramm. Davon gibt es mal wieder mehrere:

Zu jedem Konfigurationspunkt gibt es eine Hilfefunktion, in der steht, worum es eigentlich geht. Viele Module machen den Kernel schlanker und flexibler, man kann allerdings auch alles in einen ``Monsterkernel'' packen.

-> SuSE: Kapitel 13.3, Seite 322

Ist das langweilig - er kompiliert

Nun nehmen wir uns ein gutes Buch zur Hand oder erfreuen uns an der Möglichkeit, die Konsolen zu wechseln (-F1 bis -F6). Das Kompilieren kann etwas dauern. Gestartet wird der Vorgang mit folgenden Kommando (immer noch im Verzeichnis /usr/src/linux):

,,make dep clean zImage modules modules_install``

-> SuSE: Kapitel 13.5, Seite 323

Kernel fertig - was nun?

Jetzt muß der neue Kernel noch an die richtige Stelle kopiert werden, dann ist alles im Lot. Es empfiehlt sich, dabei eine Sicherheitskopie des alten Kernels anzulegen. Außerdem muß noch die Datei System.map kopiert werden. Warum, wird hier nicht verraten.

,,cp /dosc/loadlin/zimagegif /dosc/loadlin/zimage.old``
,,cp arch/i386/boot/zImage /dosc/loadlin/zimage``
,,cp System.map /boot``

Das gilt für eine loadlin-Installation. Haben wir lilo installiert, erledigt der folgende Befehl alles für uns:

,,make zlilo``

-> SuSE: Kapitel 13.6, Seite 324

Wer nur wenig freien Speicher hat, tippt noch schnell ,,make clean`` und die während des Kompilierens erzeugten Dateien werden gelöscht. Läßt man die Dateien stehen, geht ein nochmaliges Kompilieren ein gutes Stück schneller, da nur die Änderungen neu kompiliert werden müssen.

-> SuSE: Kapitel 13.7, Seite 325


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Christian Garbs [Master Mitch]
Fre Okt 29 23:13:24 MEST 1999