Aldous Huxley an der Schwelle zum 3. Jahrtausend

Vorbemerkung:

Den 35. Todestag Aldous Huxleys am 22. November 1998 nahm ich zum Anlaß, die Installation der vorliegenden webpages zu veranlassen. Für die technische Realisierung der Erstfassung wie auch sämtlicher Aktualisierungen bin ich der Firma SD Webdesign & Programmierung, Berlin (mail@blueserve.de) zu großem Dank verpflichtet.

Jörg Schulz _______________________________________________________

Aldous Huxley griff Zeit seines Lebens in den „Streit zwischen den beiden Kulturen“, also in die Auseinandersetzung zwischen Natur- und Geisteswissenschaften, vermittelnd ein. Der Vorschlag des Eingehens einer Symbiose zum Zwecke „gegenseitiger Befruchtung“ wurde von seinem Bruder, dem Biologen Julian Huxley, maßgeblich mitgetragen. Aldous Huxleys Absicht, der Entmenschlichung entgegenzuwirken, war keine Zeiterscheinung der 40er oder 50er Jahre, sie wirkt bis heute nach.

Am Sonnabend, dem 17. Juni 2000, findet von 10.00 Uhr bis 14.00 Uhr im Tagungsraum des Interdisziplinären Institutes für Wissenschaftsphilosophie und Humanontogenetik der Humboldt-Universität zu Berlin der bereits seit November 1998 auf dieser Internetseite angekündigte Workshop unter dem Thema "Aldous Huxley und die Menschheit im 3. Jahrtausend" statt.

Die vornehmlichen Diskussionspunkte des Workshops lauten "Aldous Huxley - gelebte Interdisziplinarität" und "Die Symmetrie zwischen Vergangenheit und Zukunft im Leben und Werk Aldous Huxleys". Anmeldungen zum Workshop mögen bitte bis zum 21. Mai 2000 ausschließlich an die e-mail-Adresse jschulz@huxley.de vorgenommen werden, da sie widrigenfalls nicht berücksichtigt werden können. Weitere Informationen erfolgen dann direkt an die Teilnehmer.

Aldous Huxleys Betrachtung des Menschen erschließt sich vor allem aus drei Richtungen - der Lektüre seiner Werke, dem Studium seiner Biographie und bestimmten Aspekten der Rezeptionsgeschichte. Im Sommer 2000 erfolgt die Publikation einer ebenfalls seit 1998 an dieser Stelle angekündigten Monographie unter dem voraussichtlichen Titel "Aldous Huxley und die menschliche Vielfalt - Der Homo sapiens in der Literatur eines Naturwissenschaftsbegeisterten" mit der Absicht der Reflexion des durch Aldous Huxley geleisteten Beitrages zur gegenseitigen Beeinflussung der "Zwei Kulturen". Darüber hinaus werden in seinen Werken enthaltene interdisziplinäre Aspekte aufgedeckt und einige aktuelle Tendenzen dargestellt, die in der Huxleyschen Tradition stehen.

Nachfolgend ein Auszug aus dieser Arbeit in dem Bemühen, auch dem interdisziplinären Anspruch Huxleys zumindest partiell gerecht zu werden. Einigen Vorstellungen Huxleys über den "idealen Menschen" ist der dritte Teil der folgenden Abhandlung gewidmet. Für die Motivation und moralische Unterstützung beim Zustandekommen dieser Niederschrift, wie auch für die Möglichkeit, die Institutsräume für den Workshop am 17. Juni d.J. zu nutzen, soll auf diesem Wege in tiefer Verehrung Herrn Professor Karl-Friedrich Wessel vom Interdisziplinären Institut für Wissenschaftsphilosophie und Humanontogenetik der Humboldt-Universität zu Berlin gedankt werden. Informationen zum ersten Humanontogenetischen Kongreß am 15. und 16. Juni 2000 in der Humboldt-Universität können unter der Internetadresse des Institutes http://www.humanontogenetik.de abgerufen werden.