Wie und wo bekomme ich Debian GNU/Linux?

Die Bezugsquellen für Debian GNU/Linux sind recht vielfältig, auch wenn man nicht an jeder Ecke über diese Distribution stolpert, wie bei anderen. Debian wurde auch schon als Beilage in Zeitschriften gesichtet, dies ist aber seltener der Fall.

Internet

Aktuellste Bezugsquelle ist natürlich der Debian FTP-Server sowie seine weltweiten Mirrors. Der Debian FTP-Server ist unter ftp://ftp.debian.org zu erreichen, allerdings sollten Sie einen mirror in Ihrer Nähe benutzen, Sie erreichen mit ziemlicher Sicherheit hier bessere Übertragungsraten.

Eine aktuelle Liste aller Debian FTP-Server finden Sie unter: ftp://ftp.de.debian.org/debian/README.mirrors.html.

Das Debian-Team unterscheidet zwei Klassen von FTP-Servern: sogenannte „primary-“ und „secondary mirror sites“. Ein Primary Server hat eine sehr gute Anbindung ans Netz, ist 24 Stunden am Tag verfügbar und hat einen leicht zu merkenden Namen in der Form: ftp.<country>.debian.org . Natürlich werden diese mirrors ständig automatisch mit dem Debian Master Server abgeglichen.

Ein Secondary Server ist meist schlechter angebunden und führt oft keine komplette Kopie des Debian Servers.

Versuchen Sie immer, den Ihnen am nächsten gelegenen Server zu benutzen, hier haben Sie in der Regel die besten Übertragungsraten. Ein geographisch nahegelegener Server muß dabei nicht zwingend der schnellste sein, das Programm netselect hilft Ihnen, den optimalen Server zu ermitteln.

Für den deutschsprachigen Raum stehen die beiden Server ftp://ftp.de.debian.org (Deutschland) (dieser ist auch als ftp://ftp.debian.de erreichbar) sowie ftp://ftp.at.debian.org (Österreich) zur Verfügung. Beide führen auch den Bereich Non-US, welcher Programme enthält, die aufgrund von Exportbeschränkungen oder Softwarepatenten nicht in den USA verteilt werden darf.

Die Benutzung eines solchen FTP-Servers ist kostenfrei, bedenken Sie aber, daß der Download von großen Datenmengen trotzdem Kosten hervorruft, Sie finden diese spätestens auf ihrer nächsten Rechnung für Ihren Telefonanschluß. Weitere Kosten können bei Ihrem Internetprovider entstehen, wenn dort nach Onlinezeit oder Übertragungsvolumen abgerechnet wird.

CD-ROMs

Einfacher und meist auch kostengünstiger ist es, sich Debian GNU/Linux auf einer CD-ROM zu beschaffen. Auch für die Beschaffung einer CD-ROM finden Sie Informationen auf den Debian-Webseiten unter: http://www.debian.org/distrib/vendors . Bereits seit mehreren Jahren vertreibt die Fachbuchhandlung Lehmanns die Debian GNU/Linux Distribution auf CD-ROM. Sie können die CDs auch unter http://www.lob.de online bestellen. Hier sind die Debian GNU/Linux 2.2-CDs für i386 und powerpc sowie die sourcen verfügbar.

Lehmanns betreibt auf Ihrem Server auch die deutschsprachige Mailingliste zu Debian. Um an dieser Mailingliste teilzunehmen, schreiben Sie einfach eine E-Mail an majordomo@jfl.de mit dem Text: subscribe debian-user-de. Der Betreff (Subject) der Mail ist hierbei gleichgültig. Diese Mailingliste ist relativ stark frequentiert, machen Sie sich also auf einige Mails pro Tag gefaßt.

Bei LinuxLand International (http://www.linuxland.de) können Sie ebenfalls ein Paket mit Debian CDs inklusive der deutschen Übersetzung von „Debian GNU/Linux Guide“ von Goerzen, Othman und Bramer. Dieses Paket ist nur für die i386-Architektur erhältlich.

Wenn Sie Interesse an Debian GNU/Linux 2.2-CDs für irgendeine Architektur haben, schreiben Sie einfach dem Autor dieses Buches eine freundliche E-Mail... Dort erhalten Sie auch CDs der jeweiligen „unstable“ Version von Debian GNU/Linux.

Unter http://www.openoffice.de finden Sie ein umfassendes Angebot für alle Architekturen. Soweit es sinnvoll ist werden dort auch CDs der in der Entwicklung befindlichen Version (unstable) angeboten. Auf dem gleichen Server finden Sie im übrigen auch immer die aktuelle Version dieses Buches.

Die von OpenOffice bezogenen CDs werden aktuell auf CD gebrannt, somit ist die Aktualität der Programme sichergestellt.

Natürlich können Sie sich auch von einem anderen Debian-Freund eine CD kopieren, dies ist sicher die preiswerteste Variante, um an Debian zu kommen.

Usergroups & Installationspartys

Von den vielen Linux Usergroups werden häufig sogenannte Installationspartys durchgeführt. Auf diesen besteht die Möglichkeit, unter fachlicher Anleitung neben anderen Distributionen auch Debian GNU/Linux auf dem mitgebrachten Rechner zu installieren. Eine Linux Usergroup in Ihrer Nähe finden Sie über die Liste der deutschsprachigen Linux Usergroups des Linux Magazins: http://www.linux-magazin.de/Usergroups/. Grundsätzlich kann der Besuch bei einer solchen Linux Usergroup nur jedem Interessierten nahegelegt werden, der dort mögliche Erfahrungsaustausch ist sehr hilfreich und die meisten auftretenden Probleme bei der Installation und beim Betrieb von Debian GNU/Linux lassen sich dort schnell lösen.