Das Debian-Installationsprogramm

Sollten bis hierher Probleme aufgetreten sein, so werfen Sie einen Blick in die Installationsanleitungen zu der jeweiligen Architektur auf der CD-ROM, dort sind Angaben und Hilfen zu Problemen mit spezieller Hardware zu finden.

Direkt nach dem Laden des Linux-Kernels wird das eigentliche Installationsprogramm gestartet. Dieses Programm wird Sie durch die Installation führen. Sie können jederzeit zu jedem beliebigen Punkt der Installation zurückkehren oder auch die komplette Installation von Anfang an neu beginnen. In den meisten Fällen genügt es, die Fragen, bei denen Sie sich nicht ganz sicher sind, mit einem einfachen Druck auf die Eingabetaste zu bestätigen. Die voreingestellten Werte sind sinnvoll und führen zu einem funktionsfähigen System.

Die erste Maske zeigt einige Informationen zu Debian GNU/Linux und der Bootdiskette an. Die sogenannten Release Notes informieren über die Debian GNU/Linux-Version sowie die Versionsnummer und das Herstellungsdatum der Bootdiskette. Hier finden Sie auch eine kurze Information zu SPI – „Software in the Public Interest“, der nicht-kommerziellen Organisation hinter Debian GNU/Linux. Auch hier geht's mit der Eingabetaste weiter.

Release Informationen

Nun gelangt man in das eigentliche Hauptmenü des Installationsprogramms. Von hier aus können Sie zu jeder Zeit zu jedem beliebigen Punkt der Installation wechseln und Schritte, bei denen Sie sich nicht sicher waren, nochmals wiederholen. Das Installationsprogramm führt in einer sinnvollen Reihenfolge durch die Installation: es ist normalerweise nicht notwendig, andere Menüpunkte als die vorgeschlagenen auszuwählen. Wie gesagt, es ist nicht nötig, aber möglich. Sie haben hier alle Freiheiten.

Zuerst wird die Konfiguration der Tastatur angeboten.

Tastatur Konfiguration

Normalerweise wählen Sie hier eine deutsche Tastaturbelegung aus. Ab sofort können Sie die korrekte Belegung Ihrer Tastatur schon bei der Installation nutzen.

Tastatur Konfiguration

Wenn Sie Debian GNU/Linux auf einem neuen System (oder einer neuen Festplatte) installieren, werden Sie nun zur Partitionierung der Festplatte aufgefordert. Wenn bereits ein Linux-System auf einer Partition installiert war, wird dieser Schritt automatisch übergangen und es wird zum nächsten Schritt, dem Mounten der Partitionen, gesprungen.

Festplatte partitionieren

Wählen Sie nun aus der Liste der Festplatten, die vom Installationsprogramm gefunden wurde, die gewünschte Festplatte aus. Haben Sie nur eine einzige IDE-Festplatte in Ihrem System, so wird lediglich das Device /dev/hda zu Auswahl angeboten. Weitere IDE-Festplatten werden vom Linux-Kernel als /dev/hdb (Slave am Primary Controller), /dev/hdc (Master am Secondary Controller) und /dev/hdd (Slave am Secondary Controller) verwaltet. SCSI-Festplatten werden mit /dev/sda, /dev/sdb, /dev/sdc usw. bezeichnet, aufsteigend nach der eingestellte Adresse (SCSI ID).

Im nächsten Schritt werden Sie auf einige Beschränkungen mit älteren Motherboard-Bios-Versionen hingewiesen. Diese können dazu führen, daß der Linux-Kernel nicht geladen werden kann. Dies tritt aber nur auf mehrere Jahre alten Systemen auf und kann meist ignoriert werden.

Partitionieren der Festplatte

Meist werden Sie als Einsteiger in Debian GNU/Linux den Wunsch haben, das bisher auf Ihrem Rechner verwendete Betriebssystem zu erhalten. Die in Ihrem Rechner installierten Festplatten sind sicher so für die Verwendung des bisherigen Betriebssystems eingerichtet, daß kein freier Platz mehr vorhanden ist. Unabhängig davon, ob Sie eine bereits genutzte Festplatte nutzen oder Debian GNU/Linux auf einer neuen Festplatte installieren, Sie müssen die Festplatte zunächst vorbeiten.

i386

Wenn Sie Debian GNU/Linux auf einer fabrikneuen Festplatte installieren oder die Partitionstabelle auf der Festplatte defekt ist, kann das Programm, mit dem neue Partitionen angelegt werden (cfdisk), nicht ohne weiteres auf die Platte zugreifen. Sie werden hier eventuell auf diesen Zustand hingewiesen und müssen das Erneuern der Partitionstabelle hier bestätigen.

Festplatten Auswahl

Sie gelangen nun in das Programm cfdisk. Mit diesem können Sie in den freien Bereichen der Festplatte neue Partitionen anlegen oder auch bereits vorhandene Partitionen löschen. VORSICHT! Änderungen, die hier durchgeführt werden und mit write auf die Festplatte geschrieben wurden, lassen sich nicht wieder rückgängig machen!

In dem hier gezeigten Beispiel wird eine komplette IDE-Festplatte für die Installation von Debian GNU/Linux verwendet.

Partition anlegen

Gehen Sie auf den Menüpunkt new, und erzeugen Sie eine neue, primäre Partition. In unserem Beispiel wurde eine Größe von 850 Megabyte gewählt. Diese Partition wird später das GNU/Linux-Dateisystem aufnehmen und von dieser wird auch der eigentliche Linux-Kernel geladen. Diese Partition müssen Sie mit dem Menüpunkt „Bootable“ bootfähig machen.

Mit dem verbliebenen Platz legen Sie eine weitere Partition an. Diese dient dem System als Swap-Bereich, um im Betrieb über mehr (virtuellen) Speicherplatz zu verfügen. Wählen Sie dann noch den Menüpunkt type aus und setzen Sie den Typ der zweiten Partition auf 82 - Linux Swap. Dies ist schon die Voreinstellung, wenn Sie den Menüpunkt type auswählen, hier reicht ein Druck auf die Eingabetaste.

Sie können auch die verschiedensten anderen Dateisysteme anlegen. Wie Sie in der Auflistung sehen können, werden viele im DOS/Windows-Bereich verbreitete Formate sowie eine ganze Reihe von Unix-Dateisystemen unterstützt.

Partitionen anlegen

Sie sollten nun in etwa folgendes vorfinden:

Es wurden nun 2 Partitionen erstellt, /dev/hda1 (die erste Partition auf der Master-Festplatte am Primary IDE Controller) wird das Root-Dateisystem aufnehmen, /dev/hda2 ist die Swap-Partition.

Natürlich können Sie nach Belieben weitere Partitionen, zum Beispiel für /home oder /var, anlegen.

powerpc

Auf der PowerPC-Plattform wird zur Partitionierung der Festplatte das Programm mac-fdisk benutzt. Je nachdem ob Sie bereits unter MacOS Partitionen für den Bootloader bzw. für Debian GNU/Linux angelegt haben, können sich die hier gezeigten Werte von Ihren unterscheiden.

Wenn Sie ein ? eingeben, erhalten Sie eine Übersicht der verfügbaren Kommandos. Die wichtigsten werden aber im folgenden beschrieben.


Commands are:
  h    help
  p    print the partition table
  P    (print ordered by base address)
  i    initialize partition map
  s    change size of partition map
  c    create new partition
  C    (create with type also specified)
  d    delete a partition
  r    reorder partition entry in map
  w    write the partition table
  q    quit editing (don't save changes)

Für die Installation, hier auf einen iMac, also ein „NewWorld“-Gerät, wurde bereits eine Partition als Bootstrap sowie eine Partition für MacOS unter MacOS angelegt. Der verbleibende Platz soll für Debian GNU/Linux genutzt werden.


Command (? for help): p
/dev/hda
        #                    type name                   length   base       ( size )  system
/dev/hda1     Apple_partition_map Apple                      63 @ 1          ( 31.5k)  Partition map
/dev/hda2        Apple_Driver_ATA Macintosh                  54 @ 64         ( 27.0k)  Unknown
/dev/hda3        Apple_Driver_ATA Macintosh                  74 @ 118        ( 37.0k)  Unknown
/dev/hda4           Apple_Patches Patch Partition           512 @ 192        (256.0k)  Unknown
/dev/hda5               Apple_HFS boot                     2048 @ 704        (  1.0M)  HFS
/dev/hda6               Apple_HFS Ohne Titel            1299902 @ 2752       (634.7M)  HFS
/dev/hda7              Apple_Free Extra                 7116162 @ 1302654    (  3.4G)  Free space

Zunächst ist der Typ der Bootstrap-Partition (momentan noch „Apple_HFS“) anzupassen, löschen Sie zunächst, mit der Taste d diese Partition und legen Sie diese danach mit der Taste C wieder an. Achten Sie darauf, die Partition mit der gleichen Größe wie zuvor anzulegen.


Command (? for help): d
Partition number: 5

Command (? for help): C
First block: 704
Length in blocks: 2048
Name of partition: boot
Type of partition: Apple_Bootstrap

Als Partitionnamen können Sie einen beliebigen Namen wählen, wichtig ist der Partitionstyp: Apple_Bootstrap. Das Ergebnis sollte wie folgt aussehen, beachten Sie den veränderten Typ in der zweiten Spalte.


Command (? for help): p
/dev/hda
        #                    type name                   length   base       ( size )  system
/dev/hda1     Apple_partition_map Apple                      63 @ 1          ( 31.5k)  Partition map
/dev/hda2        Apple_Driver_ATA Macintosh                  54 @ 64         ( 27.0k)  Unknown
/dev/hda3        Apple_Driver_ATA Macintosh                  74 @ 118        ( 37.0k)  Unknown
/dev/hda4           Apple_Patches Patch Partition           512 @ 192        (256.0k)  Unknown
/dev/hda5         Apple_Bootstrap boot                     2048 @ 704        (  1.0M)  Unknown
/dev/hda6               Apple_HFS Ohne Titel            1299902 @ 2752       (634.7M)  HFS
/dev/hda7              Apple_Free Extra                 7116162 @ 1302654    (  3.4G)  Free space

Nun können Sie auf dem verbleibenden Rest der Platte die für Debian GNU/Linux benötigten Partitionen anlegen. Fügen Sie hierzu mit der Taste C weitere Partitionen hinzu und geben Sie als Partitionstyp „Apple_UNIX_SVR2“ an. Es wird mindestens eine root (/-) und eine swap Partition benötigt.


Command (? for help): p
/dev/hda
        #                    type name                   length   base       ( size )  system
/dev/hda1     Apple_partition_map Apple                      63 @ 1          ( 31.5k)  Partition map
/dev/hda2        Apple_Driver_ATA Macintosh                  54 @ 64         ( 27.0k)  Unknown
/dev/hda3        Apple_Driver_ATA Macintosh                  74 @ 118        ( 37.0k)  Unknown
/dev/hda4           Apple_Patches Patch Partition           512 @ 192        (256.0k)  Unknown
/dev/hda5         Apple_Bootstrap boot                     2048 @ 704        (  1.0M)  Unknown
/dev/hda6               Apple_HFS Ohne Titel            1299902 @ 2752       (634.7M)  HFS
/dev/hda7         Apple_UNIX_SVR2 root                  7000000 @ 1302654    (  3.3G)  Linux native
/dev/hda8         Apple_UNIX_SVR2 swap                   116162 @ 8302654    ( 56.7M)  Linux swap

Wenn Sie mit dem Ergebnis zufrieden sind, speichern Sie die Einstellungen mit der Taste w ab.

alpha

Auf der Alpha-Architektur sollten Sie zur Partitionierung der Festplatte das Programm fdisk benutzen, welches auch vom Installationsprogramm gestartet wird. Bei einer neuen Festplatte bekommen Sie den Hinweis, daß kein passendes Disklabel gefunden wurde und dieses erst erzeugt werden muß.

Mit dem Kommando m bekommen Sie eine Übersicht der verfügbaren Kommandos (diese weichen ein wenig von der i386-Version von fdisk ab):


Command (m for help): m
Command action
   a   toggle a bootable flag
   b   edit bsd disklabel
   c   toggle the dos compatibility flag
   d   delete a partition
   l   list known partition types
   m   print this menu
   n   add a new partition
   o   create a new empty DOS partition table
   p   print the partition table
   q   quit without saving changes
   s   create a new empty Sun disklabel
   t   change a partition's system id
   u   change display/entry units
   v   verify the partition table
   w   write table to disk and exit
   x   extra functionality (experts only)

Command (m for help): b

Wechseln Sie, wenn ein neues Disklabel erzeugt werden muß, zuerst mit dem Kommando b in ein zweites Menü, in diesem können Sie die entsprechenden Einstellungen vornehmen.

Warning: starting partitions at cylinder 1 will be bad for the health of your
partition table -- start at cylinder 2 instead!

/dev/sda contains no disklabel.
Do you want to create a disklabel? (y/n) y

# /dev/sda:
type: SCSI
disk:
label:
flags:
bytes/sector: 512
sectors/track: 62
tracks/cylinder: 11
sectors/cylinder: 682
cylinders: 1008
rpm: 3600
interleave: 1
trackskew: 0
cylinderskew: 0
headswitch: 0           # milliseconds
track-to-track seek: 0  # milliseconds
drivedata: 0
0 partitions:
#       start       end      size     fstype   [fsize bsize   cpg]
Es werden einige Informationen zur Festplatte angezeigt. Ihnen steht nun ein erweitertes Menü zur Verfügung, über dieses können Sie neue Partitionen anlegen.

BSD disklabel command (m for help): m
Command action
   d   delete a BSD partition
   e   edit drive data
   f   fast LINUX partitioning
   i   install bootstrap
   l   list known filesystem types
   m   print this menu
   n   add a new BSD partition
   p   print BSD partition table
   q   quit without saving changes
   r   return to main menu
   s   show complete disklabel
   t   change a partition's filesystem id
   u   change units (cylinders/sectors)
   w   write disklabel to disk
   z   zap BSD disklabel
Neben der Möglichkeit von Hand neue Partitionen anzulegen, findet sich hier auch der Menüpunkt f, „fast LINUX partitioning“, über diesen können Sie sehr einfach die benötigten Partitionen anlegen, die Aufteilung übernimmt fdisk hierbei für Sie. Auch wenn Sie die Partitionen von Hand anlegen sollten Sie, ebenso wie es die Option f macht, drei Partitionen erstellen. Wie üblich nimmt eine das Root-Dateisystem und eine das Swap-Dateisystem auf. Die dritte Partition dient zur Installation von aboot, dem Bootloader, und ist sehr klein.

BSD disklabel command (m for help): f

Syncing disks.
Existing label zapped, initializing new disklabel...

3 partitions:
#       start       end      size     fstype   [fsize bsize   cpg]
  a:        2       130       129       ext2
  b:      131       195        65       swap
  c:      196      1017       822       ext2

BSD disklabel command (m for help):
Sie können nun die Änderungen mit w speichern und das Programm mit q verlassen.

Installation des Basissystems

Wenn alles wie gewünscht konfiguriert ist, schreiben Sie die Änderungen mit write auf die Festplatte.

Sie können nun die eben erstellte Swap-Partition aktivieren. Es ist ohne weiteres möglich, mehrere solcher Partitionen anzulegen, auch auf verschiedenen Festplatten. Bereits mit Linux vertraute Leser werden bemerkt haben, daß die angelegte Swap-Partition größer als 128MB ist. Die Beschränkung auf diesen Wert wurde im aktuellen Kernel 2.2.x aufgehoben, so daß Sie den kompletten Platz nutzen können.

Swap Partition auswählen

Wählen Sie nun die gewünschte Partition aus, die Sie ins System einbinden möchten. Wenn Sie mehrere Swap-Partitionen angelegt haben, diese können auch auf verschiedenen Festplatten liegen, so können Sie diesen Menüpunkt vom Hauptmenü aus unter „Initalize and Activate a Swap Partition“ noch einmal anwählen. Wiederholen Sie dies so lange, bis alle vorhandenen Swap-Partitionen eingebunden sind.

Nun wird angeboten, während des Formatierens der Partition den Bereich auf defekte Blöcke hin zu prüfen. Bei modernen Geräten ist dies nicht notwendig, so daß hier problemlos darauf verzichtet werden kann.

Hier nochmal zur Sicherheit die Abfrage, ob diese Partition wirklich als Swap-Partition eingerichtet werden soll und damit alle Daten verlorengehen.

Swap Partition auswählen

Im folgenden Schritt wird auch das Root-Dateisystem formatiert und ins System eingebunden.

root Dateisystem einbinden

Auch hier kann es vorkommen, daß Sie sich entschieden haben, mehrere Partitionen in das System einzubinden. Sollte dies so sein, so können Sie hier die gewünschte Root-Partition auswählen.

root Dateisystem einbinden

Der von Debian GNU/Linux installierte Kernel benutzt eine neuere Version des Extended 2-Dateisystems, welche nicht mit älteren Kerneln kompatibel ist. Wenn Sie vorhaben, einen älteren Kernel einzusetzen (was normalerweise nicht notwendig ist), so können Sie hier die neuen Funktionen für die ausgewählte Partition deaktivieren.

Kernel 2.2 FS-Info

Auch für diese Partition können Sie eine Überprüfung auf defekte Blöcke während der Formatierung aktivieren, wie schon beschrieben ist dies bei neueren Systemen nicht notwendig.

Hier noch einmal zur Sicherheit die Abfrage, ob Sie sich für die richtige Partition entschieden haben.

Im Gegensatz zur Swap-Partition dauert das Formatieren des Root-Dateisystems etwas länger. Dies ist abhängig von der Größe der Partition. Sie können diesen Vorgang am Bildschirm verfolgen.

Dateisystem formatieren

Sie werden abschließend gefragt, ob die eben formatierte Partition in das System eingebunden werden soll. Bestätigen Sie dies mit der Eingabetaste.

Nachdem die Platte vorbereitet wurde, können nun der eigentliche Linux-Kernel, sowie die dazugehörenden Module installiert werden.

Module installieren

Sie haben die Möglichkeit, den Kernel und die Module von verschiedenen Medien aus zu installieren. Wenn Sie von einer CD-ROM gebootet haben, ist es sinnvoll, auch den Rest der Installation von diesem Medium durchzuführen. Verfügen Sie aber beispielsweise über ein Notebook ohne CD-ROM, so können Sie Debian GNU/Linux auch komplett über Disketten installieren. Eine weitere Option ist die Installation von einer anderen Partition, egal ob diese bereits gemountet wurde oder nicht. Diese Partition kann auch mit einem DOS- oder Windows-Dateisystem formatiert sein. Dies kann dann sinnvoll sein, wenn Sie sich Debian GNU/Linux bei einem Bekannten auf eine Festplatte kopiert haben oder wenn Sie die Dateien mit einem anderen Betriebssystem aus dem Internet von einem FTP-Server geladen haben. Der mit Debian GNU/Linux gelieferte Kernel unterstützt hierzu die Dateisysteme der gebräuchlichsten Betriebssysteme.

Wir gehen hier aber von der Installation per CD-ROM aus.

Auswahl Installationsmedium

Das Installationsprogramm hat in unserem Fall bereits ein CD-ROM gefunden. Wenn Sie die Debian GNU/Linux-CD in diesem Laufwerk eingelegt haben, können Sie dies bestätigen.

Auswahl CD-ROM

Je nachdem wie die Daten auf der CD organisiert sind, kann es notwendig sein, den vorgegebenen Pfad anzupassen. Der vorgegebene Pfad (/instmnt) ist für Debian GNU/Linux-CDs korrekt.

Auswahl CD-Basispfad

Sie können nun bestimmen, von welchem Pfad auf dem Medium die weitere Installation erfolgen soll. Hierzu können Sie manuell einen Pfad eingeben oder sich alle in Frage kommenden Verzeichnisse auf dem Medium anzeigen lassen. Wir bleiben aber bei dem vorgegebenen Wert und wählen die stabile Version aus.

Auswahl CD-Pfad

Sie sehen nun, daß von dem ausgewählten Medium die Bootdiskette (rescue.bin) sowie das Archiv mit den Treibern (drivers.tgz) installiert werden.

Auswahl CD-Pfad

Es können nun zusätzliche Treiber – sogenannte Module – in den Kernel eingebunden werden. Dies ist im Normalfall nicht notwendig.

Konfiguration der Module

Wenn Sie jedoch schon jetzt eine Netzwerkkarte in Ihrem Rechner haben, empfehlen wir Ihnen, diese schon jetzt einzubinden. Am Beispiel einer Netzwerkkarte wird nun exemplarisch ein Modul eingebunden.

Tip: Notebook: Wenn Sie Debian GNU/Linux auf einem Notebook installieren, sollten Sie an dieser Stelle ein wenig vom normalen Pfad der Installation abweichen und zunächst die Treiber für den PCMCIA Slot installieren. Wählen Sie hierzu den Menüpunkt Alternate: Configure PCMCIA Support. Danach können Sie ganz normal das Netzwerk konfigurieren.

Die Module sind in verschiedene Gruppen eingeteilt, werfen Sie ruhig mal einen Blick in jedes Verzeichnis.

Auswahl Module

Am Beispiel einer Netzwerkkarte werden wir kurz erläutern, wie beim Einbinden von Modulen prinzipiell vorzugehen ist. Wählen Sie zuerst die gewünschte Gruppe aus (net), Sie erhalten dann eine Liste aller verfügbaren Treiber. Netzwerkkarten, die über einen PCI-Bus verfügen, benötigen meist keinerlei Parameter und lassen sich mit wenigen Schritten einbinden. Bei älteren ISA-Karten müssen oft weitere Angaben zu IO-Bereich und Interrupt gemacht werden. Hilfreich ist hier, wenn Sie diese Angaben bereits von einem anderen auf diesem Rechner laufenden Betriebssystem in Erfahrung bringen können. Sehr verbreitet sind NE2000-kompatible Netzwerkkarten. Oft reicht es bei diesen, nur den Parameter io anzugeben, typische Werte sind hier: 0x280, 0x300, 0x320 usw.

Die hier ausgewählte NE2000-kompatible PCI-Karte braucht hingegen keine weiteren Parameter und läßt sich so sehr einfach in das System einbinden.

Sind alle Module erfolgreich geladen, verlassen Sie dieses Menü. Sollten bei einzelnen Komponenten Probleme auftreten, ist dies nicht weiter schlimm, Sie werden später erfahren, wie Module auch nachträglich eingebunden und konfiguriert werden können.

Auswahl Modul-Netz

Auch wenn Sie in Ihrem System keine Netzwerkkarte installiert haben, sind einige Angaben zum Netzwerk nötig, versuchen Sie also nicht an diesem Menüpunkt vorbeizukommen, es wird Ihnen nicht gelingen.

Netzwerkkonfiguration

Eine wichtige Information ist der Name des Systems (hostname). Wenn Sie den Rechner sofort oder später in ein bestehendes Netzwerk einbinden wollen, sollten Sie mit dem zuständigen Administrator einen geeigneten Namen vereinbaren, um Konflikte zu vermeiden. Für ein privates Netzwerk können Sie den vorgegebenen Wert, debian, belassen oder einen beliebigen anderen eingeben.

PPP/Netzwerk

Je nachdem ob Sie vorher eine Netzwerkkarte konfiguriert haben oder nicht, werden Sie nun mit einigen weiteren Fragen konfrontiert. Dies bedeutet nicht, daß Sie nicht später per Modem oder ISDN ins Internet kommen, doch dazu später mehr.

Wenn in Ihrem Netz ein DHCP-Server zur Verfügung steht, können Sie von diesem alle weiteren Netzwerkeinstellungen beziehen. Meist werden diese jedoch von Hand eingegeben, wie im folgenden beschrieben.

Host-/Rechnername

Geben Sie hier die IP-Nummer an, die Sie dem Netzwerkinterface geben wollen. Die hier vorgegebenen Werte sind reservierte Nummern, die Sie zu Hause in einem lokalen Netzwerk ohne Probleme benutzen können.

In einem Firmennetz oder wenn Sie von Ihrem Provider mehrere feste IP-Nummern bekommen haben, setzen Sie hier die entsprechenden Werte ein.

Netzmaske

Ihre Netzmaske:

Broadcast

Geben Sie hier die IP-Nummer des Gateways ein.

Nameserver

Nun erfolgt die Abfrage des Domainnamens. Wenn Sie eine eigene Domain beantragt haben, setzen Sie den Namen dort ein. Wenn Sie ein privates Netzwerk zu Hause benutzen, können Sie sich auch einen netten Namen ausdenken. Eventuell ist es auch sinnvoll, den Domainnamen Ihres Providers einzusetzen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, lassen Sie das Feld einfach frei.

Domainname

Meist werden Sie einen anderen Rechner als Nameserver nutzen, geben Sie dessen IP-Nummer hier ein.

Nameserver

Der nächste Punkt führt zur Installation des Basissystems. Es wird ein grundlegendes System auf die vorbereitete Platte kopiert. Dieses Basissystem enthält alle nötigen Programme, um die Installation später zu vervollständigen, dann aber auch von Quellen, die bisher noch nicht zur Auswahl stehen, wie zum Beispiel FTP-Server.

Installation Basissystem

Sie können hier wieder auswählen, von welchem Medium Sie die weitere Installation vornehmen wollen, wir bleiben wieder bei unserer bewährten CD-ROM.

Auswahl Installationsmedium

Auch hier wieder der Hinweiß die CD einzulegen.

Auswahl CD-ROM

Wie schon bei dem Kernel und den Modulen können Sie hier einen anderen Pfad auswählen, falls Ihre CD ungewöhnlich organisiert ist.

Basisverzeichnis CD

Wählen Sie hier noch einmal die stabile (stable) Distribution aus.

Verzeichnis Medium

Die Installation kann – je nachdem wie schnell das System ist – einige Minuten in Anspruch nehmen. Es wird ein Grundsystem installiert, in dem alle weiteren Programme vorhanden sind, die benötigt werden.

Basisinstallation

Auch für das jetzt auf der Festplatte befindliche Grundsystem sind einige Dinge zu konfigurieren.

Konfiguration Basissystem

Debian GNU/Linux verwaltet die Systemzeit, und somit auch die Umschaltung zwischen Sommer- und Winterzeit, über sogenannte Zeitzonen. Wählen Sie wie gezeigt die für Ihre Region sinnvollen Werte.

Zeitzone

Zeitzone

In diesem Fenster sollte Ihnen nun schon die korrekte Zeit angezeigt werden, falls die Uhr in Ihrem Rechner auch schon vorher auf die richtige Zeit gestellt war.

Zeitzone