Fertigstellen der Installation

Nach dem ersten Neustart des Systems, übrigens der einzige für die nächsten Wochen, wenn Sie Ihren Rechner nicht abschalten, folgen die letzten Abfragen für die Konfiguration des Basissystems. Zunächst müssen Sie entscheiden, ob Sie MD5-verschlüsselte Paßwörter benutzen möchten. Dies ist etwas sicherer, kann aber in Verbindung mit einigen Anwendungen oder älteren Systemen zu Problemen führen.

MD5 Paßwörter

Um sicherzugehen, daß keine seltsamen Effekte auftreten, sollten Sie die Standardauswahl, also „No“, wählen.

Auch die nächste Frage sollten Sie mit dem Standardwert, in diesem Fall allerdings „Yes“ beantworten. Die Verwendung von „Shadow-“ Paßwörtern macht das System vor Angriffen deutlich sicherer (die Paßwörter werden in einer Datei gespeichert die, nicht wie die Datei /etc/passwd, die von jedem Benutzer gelesen werden kann, nur vom Benutzer root lesbar ist).

Shadow Paßwörter

Als nächster Schritt steht Ihnen die Auswahl des Paßwortes für den Systemadministrator (root) bevor. Sie sollten dieses Paßwort besonders sorgsam auswählen! Achten Sie darauf, daß es nicht Teile Ihres Namens enthält und möglichst aus einem Gemisch aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen besteht. Der Systemadministrator hat Zugriff auf alle Teile des Systems, deshalb ist dieses Paßwort besonders sensibel.

root Paßwort

root Paßwort

Wie jedes gute Paßwort, so möchte auch dieses zur Bestätigung ein weiteres Mal eingegeben werden und wird natürlich nicht am Bildschirm angezeigt.

root Paßwort

Sie haben nun die Gelegenheit, einen neuen Benutzer, neben dem Administrator, einzurichten. Sie sollten dies auf alle Fälle tun, es ist nicht üblich und sogar gefährlich, die tägliche Arbeit am System als Administrator durchzuführen. Melden Sie sich immer als normaler Benutzer am System an und benutzen Sie das Kommando su, um Systemverwaltungsaufgaben durchzuführen.

User Account

Geben Sie zuerst den gewünschten Benutzernamen ein, dies kann beispielsweise Ihr Vorname oder Ihre Initialen sein:

User Account

Hier sollten Sie Vor- und Nachnamen eingeben. Bedenken Sie, daß die hier gemachten Angaben auch später weiterverwendet werden, beispielsweise beim Versenden von E-Mail. Wenn Sie also als „Donald Duck“ im Netz auftauchen wollen, können Sie das hier eingeben... Zum guten Ton gehört aber die Verwendung des echten Namens.

User Account

Auch für diesen Benutzer werden Sie wieder um ein Paßwort gebeten. Auch dieses sollten Sie sorgfältig auswählen. Normale Benutzer haben zwar nicht alle Rechte auf einem GNU/Linux-System, wenn ein Eindringling jedoch erst mal Zugriff auf ein System erlangt hat, gelingt es oft, sich weitere Rechte zu verschaffen.

User Account

Natürlich müssen Sie auch dieses Paßwort zweimal eingeben um sicherzugehen, daß sich keine Tippfehler eingeschlichen haben.

Wenn Ihr System nicht über PCMCIA-Slots verfügt, diese finden sich meistens bei Notebooks, können Sie die Unterstützung hierfür entfernen lassen.

PCMCIA

Nun können Sie wählen, ob Sie die weitere Installation über PPP (Point-to-Point-Protokoll) von einem der vielen Debian FTP-Server durchführen möchten. Wenn Sie über einen schnellen Zugang verfügen, können Sie diese Möglichkeit in Erwägung ziehen. Normalerweise sollten Sie aber die Installation von einer CD-ROM, wie bisher beschrieben, durchführen.

PPP Installation

Wenn Sie, wie hier gezeigt, die weitere Installation nicht über PPP durchführen, wird versucht von dem bei der Installation des Basissystems gefundenem CD-ROM die Paketdateien mit den verfügbaren Debian-Paketen zu lesen. Sie sollten hier zunächst die erste CD eingelegt haben, von der Sie das Basissystem installiert haben.

CD Installation, lesen der Pakete

Wenn Sie über mehrere Debian GNU/Linux-CDs verfügen, können Sie diese hier nacheinander einlesen. Die vorhandenen CDs werden in der Datei /etc/apt/sources.list mit einer eindeutigen Kennung eingetragen und die Paketdateien eingelesen.

CD Installation, lesen einer weiteren CD?

Wenn alle vorhandenen CD-ROMs eingelesen wurden, können Sie weitere Quellen hinzufügen von denen Paketdateien gelesen werden sollen. In den meisten Fällen werden dies sicher FTP-Server sein, die über die aktuellsten Debian-Pakete verfügen.

APT weitere Quelle

Im nächsten Schritt können Sie zwischen einer einfachen (simple) Installation, diese verwendet taskselect, oder einer fortgeschrittenen (advanced) Installation, diese verwendet dselect, wählen. Das Programm dselect ist, zu unrecht, in den schlechten Ruf geraten, schwer bedienbar zu sein. Fortgeschrittene Benutzer, die bereits aus Debian 2.1-Zeiten, oder noch früher, mit dselect vertraut sind, können dieses weiterhin benutzen.

Wir wählen jedoch an dieser Stelle die Methode simple.

Simple oder Advanced Installation

Im nächsten Schritt sehen Sie den eigentlichen Vorgang des Einlesens der Paketdateien. Ja nachdem wie viele CDs oder andere Installationsmedien Sie benutzen, kann dieser Vorgang mehr oder weniger Zeit beanspruchen.

>
Einlesen der Paketinformationen

Sie können nun, über das hier gezeigte Programm taskselect, welches Sie auch zu einem späteren Zeitpunkt erneut starten können, zwischen verschiedenen für Sie zusammengestellten Konfigurationen wählen. Jedes der hier angezeigten Pakete wählt eine Gruppe weitere Pakete aus. Eine ausführlichere Beschreibung zu taskselect finden Sie in einem späteren Kapitel.

taskselect

Nach der Auswahl der gewünschten Pakete, werden diese noch einmal angezeigt. Sie können noch einmal einen Blick auf die Auswahl werfen und ggf. an dieser Stelle abbrechen.

Je nachdem ob Sie eine oder mehrere CDs zur Installation verwenden, kann es vorkommen, daß Sie aufgefordert werden, eine andere CD einzulegen.

Package Installation

Gleich im Anschluß werden einige Pakete sich zu Wort melden, die einer weiteren Konfiguration bedürfen. Hier zum Beispiel das Paket lynx, welches nach einer Startseite fragt.

Paket Konfiguration

Das Entpacken der gewünschten Pakete erfordert bei den meisten Paketen keine weitere Benutzereingabe, Sie können sich jetzt, je nach Anzahl der ausgewählten Pakete, erst mal eine kleine Pause genehmigen. Einige Pakete (zum Beispiel exim oder auch die X-Server, diese benutzen das Programm anXious, welches später noch beschrieben wird) fordern den Benutzer während der Installation zu einigen Angaben auf, so daß dieses Paket danach sofort einsatzbereit ist. Sollten Sie jetzt während der Installation zu einzelnen Paketen auf Fragen stoßen, die Sie nicht beantworten können, so lesen Sie in dem entsprechenden Abschnitt weiter nach, wie dieses Programm zu konfigurieren ist.

Pakete entpacken

Nach der Installation der ausgewählten Pakete, können Sie die Archive von Ihrer Platte löschen. Wenn Sie die Pakete via FTP aus dem Netz geholt haben, kann es aber auch sinnvoll sein, die Archive auf der Platte zu halten, um einen erneuten Download zu vermeiden.

Pakete löschen nach der Installation

Hiermit ist die Installation abgeschlossen und Sie bekommen noch einige Tips zur Verwendung von virtuellen Konsolen.

Installation beendet

Wenn alles geglückt ist, können Sie sich an Ihrem neuen Debian GNU/Linux-System anmelden.

Login

Hiermit ist die Installation eines einfachen Debian GNU/Linux-Systems abgeschlossen, in den folgenden Kapiteln finden Sie weitere Informationen, wie Sie das System an Ihre Bedürfnisse anpassen können und weitere Pakete installieren.