Kapitel 16. Exotische Hardware

Inhaltsverzeichnis
Notebook-Spezialitäten
USB
PDA - Personal Digital Assistant
„Geräderte“ Mäuse

In diesem Kapitel möchten wir Ihnen einiges an „exotischer“ Hardware für Ihr GNU/Linux-System vorstellen. Auf dem Hardwaremarkt tummeln sich einige Gerätschaften, für die noch keine GNU/Linux-Treiber verfügbar sind, beliebtes Beispiel sind die sogenannten „Win-Drucker“ oder „Win-Modems“, bei denen Funktionen, die eigentlich das Gerät übernimmt, in Software auf dem Rechner realisiert wurden. Eine Suche im Netz lohnt sich aber auf alle Fälle. An einigen Beispielen möchten wir Ihnen vorstellen, was die GNU/Linux-Gemeinde bisher an Treibern und Programmen geschaffen hat.

Notebook-Spezialitäten

Notebooks zählen zwar nicht zu den Erweiterungen, die man sich „mal eben so“ zulegt, sind aber doch recht verbreitet. Interessant sind diese Geräte in diesem Abschnitt auch aufgrund der benutzten Hardwarekomponenten.

Wenn Sie häufig mit Ihrem Notebook unterwegs sind, bietet Ihnen Debian GNU/Linux einige interessante Pakete:

An erster Stelle steht sicher das Paket task-laptop, dieses faßt die wichtigsten Pakete für Besitzer tragbarer Computer zusammen. Es werden automatisch die Pakete apmd (kümmert sich um den Stromsparmodus Ihres Rechners), pcmcia-cs (die „allgemeinen“ PCMCIA-Treiber) sowie anacron (eine Ergänzung zu cron, die auch die „Ruhezeiten“ Ihres Rechners berücksichtigt und Jobs ggf. später startet) installiert.

Weitere sinnvolle Pakete (die auch von task-laptop vorgeschlagen werden) sind: netenv (hiermit können Sie beim Systemstart zwischen verschiedenen Netzwerkkonfigurationen wählen), irda-tools und irda-common (Infrarotschnittstellen-Unterstützung), sowie toshutils (einige Helferlein speziell für Toshiba Notebooks).

Generelle Informationen zur Benutzung von GNU/Linux auf Notebooks finden Sie auf der Seite „LiLAC - Linux with Laptop Computers“ von Werner Heuser unter der URL: http://www.mobilix.org.

Wenn Sie in den Paketen forschen, werden Sie noch weitere nützliche Programme finden. Aber einen Teil der Arbeit haben wir Ihnen schon abgenommen.

divine

divine wird aus den Startdateien des PCMCIA-Systems heraus aufgerufen und kann anhand der vorhandenen Konfigurationsdateien feststellen, welche Einstellungen für das Netzwerk vorzunehmen sind. Schließen Sie einfach Ihr Notebook ans Netz an, starten Sie den Rechner und „schon sind Sie drin“ ;-). Die Homepage von divine finden Sie unter: http://www.fefe.de/divine.

wmbattery

Um den Ladezustand des Akkus anzuzeigen, leistet wmbattery gute Dienste. Dieses Programm läßt sich im „Dock“ des Windowmanagers WindowMaker ablegen, benötigt diesen aber nicht zwingend.

WMBattery

Sie können wmbattery auch mit jedem anderen Windowmanager benutzen. Um wmbattery betreiben zu können, muß das Bios Ihres Notebooks über eine APM (Advanced Power Management)-Unterstützung verfügen, und Sie müssen diese auch (unter „Character Devices“) im Kernel aktivieren. wmbattery zeigt Ihnen den prozentualen Ladezustand an. Zusätzlich wird der Zustand auch farblich dargestellt (grün, gelb, rot). Wenn das Notebook über das Netzteil betrieben wird und so der Akku geladen wird, wird auch dies angezeigt.

netenv

Mit dem Paket netenv können Sie beim Systemstart zwischen verschiedenen Netzwerkkonfigurationen wählen, je nachdem, wo Sie sich gerade befinden. Bitte beachten Sie, daß der Bootvorgang unterbrochen wird und Sie ein Profil auswählen müssen, wenn Sie netenv installiert haben. Sie können netenv auch dazu benutzen, einen anderen Windowmanager oder einen anderen Drucker zu benutzen.

cardinfo

cardinfo ist Bestandteils des Paketes pcmcia-cs. Sie können mit cardinfo alle Informationen über die erkannten PCMCIA-Karten sehen und auch Karten an- und abmelden oder zurücksetzen.

Cardinfo

hdparm

Mit dem Programm hdparm lassen Festplattenparameter auslesen und verändern.