Drucken / Druckerverwaltung mit CUPS
Vorwort: Meiner Meinung nach ist es Zeit, LPD in den wohlverdienten
Ruhestand zu schicken. Wie funktioniert CUPS?
Das bemerkenswerte an CUPS ist die API, welche erlaubt sogenannte PPD - Dateien (Postscript Printer Definitions) zu verwenden. Sehr viele namhafte Druckerhersteller veröffentlichen auf ihrer Homepage diese Definitionsdateien. Diese Definitionsdateien sind natürlich nicht nur mit PostScript Druckern einsetzbar, auch wenn dies der Name suggeriert. Es handelt sich eigentlich dabei "nur" um Textdateien, die genau beschreiben, in welcher Weise der Drucker funktioniert. Drucken wir aus einer Anwendung eine Textdatei aus nimmt diese den nun folgenden Weg.
Die Anwendung setzt (meistens) mit dem lpr-Kommando einen Druckauftrag ab (sog. Jobs) und
in die Warteschlange (Spooler) gestellt. Wie beim altehrwürdingen LPD wird dieser Job an
einen Filter weitergegeben, der den Datentyp der zu druckenden Datei automatisch erkennt
und für den jeweiligen Drucker aufbereitet. Anders als bei LPD wird hierzu nicht ein
externer Filter benötigt. CUPS bring diese Filter aber auch eine Form von Ghostscript
bereits mit. Die so aufbereiteten Daten werden an das passende Backend weitergeleitet.
Dies kann eine paralelle, serielle oder USB Schnittstelle am lokalen Rechner oder aber
auch ein beliebiger Netzwerkdrucker sein. Unterstützt werden die Protokolle LPD,
JetDirect und IPP. Installation und einfache Konfiguration Zuerst lädt man sich die Installationsdateien unter http://www.cups.org (Unter RH7 benutzt man vorzugsweise das Paket: cups-1.1.4-linux-2.2.14-intel.rpm oder neuer) Ähnlich wie man bei einer Postfix - Installation zunächst Sendmail entfernen muss, geht es erst einmal dem LPD an den Kragen. Unter Red Hat 7 müssen drei Pakete in folgender Reihenfolge deinstalliert werden: rpm -e printtool Jetzt folgt die Installation: rpm -i cups-1.1.4-linux-2.2.14-intel.rpm So, geschafft. CUPS ist nun einsatzbereit auf dem System. Geht es noch einfacher? OK, machen wir weiter mit der ersten Konfiguration. Auf der Shell hilft hier das Kommando: lpadmin -p <printer> -E -v <device> -m <ppd> lpadmin -p laserjet -E -v parallel:/dev/lp0 -m laserjet.ppd Obiges Kommando entsprach meinem System mit HP Laserjet 5P an der
ersten parallelen Schnittstelle. Die Konfigurationsdatei /etc/cups/cupsd.conf Zur Konfigurationsdatei möchte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht sehr viel erzählen. Ich habe in meinem Fall nur einige wenige Zeilen geändert: und zwar den "AuthType". Normalerweise ist der AuthType auf folgendes eingestellt: AuthType Basic Ich habe die Authentifizierung von Basic auf "None" eingestellt und die AuthClass auskommentiert. Ausserdem habe ich die Browser Funktion (erkläre ich später) für alle Rechner freigeschaltet. BrowseAllow All Nach ändern der Datei /etc/cups/cupsd.conf
restartet man am Besten den Daemon mit /etc/rc.d/init.d/cups
restart Einstellungen über den WebBrowser Bevor wir nun den ersten Ausdruck anwerfen, schauen wir uns die Einstellung über einen beliebigen WebBrowser an. Damit man von jedem rechner aus die Druckverwaltung ansprechen kann, habe ich obige einstellungen in /etc/cups/cupsd.conf vorgenommen. Man gibt also die Adresse des CUPS-Servers in der Form: http://host.domainname.suffix:631. oder http://192.168.0.3:631 als IP-Adresse an. Der Port ist bei 631 voreingestellt. In meinem Fall lautet die Adresse folgendermassen: http://sun.space.mil:631. Die Druckereinstellungen im Browsermenü sind dann recht simpel handzuhaben. Hier gleich mal ein Screenshot von einem Windows 2000 Rechner aus:
Über den Button "Configure Printer" nimmt man nun
Einstellungen wie Papierformat und Auflösungen vor. Ein Testausdruck überzeugt einen
dann von der Funktionsfähigkeit des Drucksystems. In der Standardinstallation von CUPS
sind nur einige wenige Druckerbeschreibungen für Epson und HP vorhanden, was aber keinen
Beinbruch darstellt. Auf der Suche nach den richtigen Treibern Als erstes begibt man sich auf die Suche nach dem richtigen PPD - File. Fündig wird man meist auf der WebSeite von Adobe, die hervorragende Files kostenlos bereitstellen. Selbst auf der Seite von CUPS werden diese angepriesen. Aber hier erstmal der Link: http://www.adobe.com/products/printerdrivers/winppd.html Windows PPD - Files funktionieren (fast) anstandslos mit CUPS. Zumindest diejenigen, die ich verwende sind hervorragend. Ein RPM - Paket von Mandrake 7.2 (cups-driver) beinhaltet ünrigens auch hunderte von Herstellern/Druckern, die man sich - so weit man nicht Mandrake 7.2 an sich verwendet - installieren sollte. Das Paket gibt es z.B. unter: ftp://ftp.linux.com/mounts/u1/mirrors/mandrake/updates/7.2/RPMS/ Mit diesen Treibern ausgerüstet, kann in Null-Komma-Nichts seinem Drucker anständige
Ergebnisse entlocken. Remote Drucken: UNIX - Maschine Das Remote - Drucken aus Unix Maschinen heraus ist mehr als einfach. Einfach CUPS
installiert und die Datei /etc/printcap
angepasst. Remote Drucken: Windows - Maschine via SAMBA Hat mit einiges an Kopfzerbrechen gekostet, gebe ich ja zu. Aber
an sich ist es so einfach, dass man den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht ;-) TO BE CONTINUED SOON -----> Web Verzeichnis zu CUPS:
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