1.11. Praktikum

1.11.1. Einführung

Im Teil I des Aufbaustudiums umfaßte der "praktische Teil" in der Hauptsache die Handhabung der verschiedenen Internet-Anwendungen. Das konnten Sie fast immer mit Ihrem eigenen Arbeitsplatzrechner, gegebenenfalls im Zusammenwirken mit einem Server der betreffenden Anwendung erproben und nutzen.

Im Teil II geht es auch um Einblicke und Eingriffe in Netzinfrastrukturen. Weil bei diesen Experimenten der Neuling (und nicht nur der ;-) leicht größeren Schaden anrichten kann, braucht man eine vom Rest des Netzes abgeschottete "Experimentierumgebung". Da diese Experimentierumgebung üblicherweise aus mehreren Rechnern bestehen wird, konnten wir nicht davon ausgehen, daß das jeder bei sich "zu Hause" aufbauen kann; auch Ihr Firmennnetz (wenn Sie ein solches haben) ist vielleicht nicht die geeignetste "Spielwiese".

In einigen Fällen ist es möglich, die Versuche auf nur einem Rechner auszuführen. Das kann dann natürlich Ihr Rechner sein, wenn Sie die entsprechende Software installieren. Wenn Sie noch einen "wegen Leistungsschwäche" ausgemusterten älteren Rechner herumstehen haben, kann der Ihnen für einige Versuche noch gute Dienste leisten.

Als "Normalfall" haben wir vorgesehen, daß Sie das hier in Chemnitz befindliche "Kommunikationslabor" benutzen, natürlich aus der Ferne. Da die meisten Laboraufbauten nicht mehrfach existieren, ist eine "Vorbestellung" notwendig, d.h., Sie tragen einen gewünschten Zeitabschnitt in den Praktikumsplaner (auf der Info-Seite Ihrer Matrikel) ein. Das Labor ist dann für Sie reserviert. Der Eintrag erfolgt nach dem "Müller-Prinzip" (wer zuerst kommt ...).

Die "Reservierung" wird derzeit noch nicht mit technischen Mitteln durchgesetzt, d.h., es sollte sich jeder an seine Voranmeldung halten, nicht "überziehen" und auch nicht störend in die Arbeit eines Mitstudenten eingreifen. Erlaubt und erwünscht sind aber ein "über die Schulter schauen", talk und "planmäßig" gemeinsam durchgeführte Experimente.

Wer über einen permanenten Internet-Anschluß verfügt, sollte bitte bevorzugt die "Hochtarifzeiten" nutzen, damit diejenigen, die per Modem-/ISDN-Einwahl kommen, dann tarifgünstige Zeiten bekommen können. Wir rechnen mit einer Experimentierzeit von 1 Stunde pro Woche. Damit müßte eigentlich jeder leicht "drankommen". Voraussetzung ist dazu eine gute Vorbereitung Ihrerseits und die Verlagerung von Auswertearbeiten in die "Offline"-Zeit, was sicher auch Ihrer Telefonrechnung gut bekommt.

In diesem Kapitel werden wir den Laboraufbau FAST verwenden, der im nächsten Abschnitt näher vorgestellt wird.


© Uwe Hübner, 7.3.98