1.11.2. Laboraufbau FAST

Mit diesem Laboraufbau werden Sie die meisten Versuche durchführen:

Versuchsobjekte sind die Rechner alpha, beta und gamma, die durch drei verschiedene Technologien miteinander vernetzt sind:

Es werden nicht immer alle Netze und Netzinterfaces gleichzeitig benutzt.

Wie Sie sehen, hat keines dieser Netze eine Verbindung mit der Außenwelt, was letztere vor den Auswirkungen nicht ganz geglückter Experimente schützt.
Irgendwie müssen wir aber eine Möglichkeit zum Bedienen der Rechner alpha, beta und gamma schaffen. Es gibt zwar "Verlängerungen" und Umschalter für die Monitor- und Tastaturkabel von PCs, die reichen aber nur einige Meter weit und nicht einige hundert Kilometer. Dieses Problem lösen wir durch Einführung des "Steuerrechners" hydra (hydra.informatik.tu-chemnitz.de) für das Labor. Dieser Rechner ist an unser Campusnetz und damit ans Internet angeschlossen, d.h. für Sie per telnet oder besser ssh (Secure Shell) erreichbar. Die Steuerung der einzelnen Experimentier-Rechner (alpha, beta, gamma) erfolgt über serielle Leitungen.

Man könnte meinen, daß nun doch eine (wenn auch langsame) Netzverbindung zwischen dem Experimentierteil und dem Campusnetz besteht. Von diesen Verbindungen können aber kaum Gefahren ausgehen, weil sie auf seiten von hydra fest als "nicht-IP-Schnittstellen" konfiguriert sind.
Sie stellen nun zunächst per telnet bzw. ssh die Verbindung zu hydra her. Zweckmäßigerweise sollten Sie für jeden der zu steuernden Rechner eine eigene Telnet-/SSH-Sitzung (d.h. ein separates Fenster) eröffnen. Auf dem Rechner hydra rufen Sie nun das Programm kermit auf, mit dessen Hilfe Sie Ihre Tastatureingaben auf eine der seriellen Schnittstellen und die dort ankommenden Zeichen auf Ihren Bildschirm leiten.
Es gibt für genau diesen Zweck auch spezielle Geräte, sogenannte Terminalserver, die die hier geforderte Funktion haben. Ein solches Gerät wird in unserem Labor nicht verwendet, weil es teurer als ein PC und dazu nicht so flexibel ist.
Zur bequemeren Bedienung gibt es Kommandos (Shell-Skripts) mit den Namen alpha, beta und gamma, die implizit kermit mit den jeweils richtigen Parametern aufrufen. Es ist sinnvoll, am Beginn Ihrer Arbeiten die Rechner in einen definierten Ausgangszustand zu bringen. Einstellungen, die Ihr Vorgänger hinterlassen hat, könnten sonst Ihre Arbeit stören. Dies erfolgt durch Einloggen als root und das Kommando reboot (dann bitte etwa eine Minute Geduld).

Vertiefung:

Wenn Sie sich für Hintergründe und weitere technische Details interessieren, sollten Sie sich das Dokument Installation und Betrieb des Laboraufbaus FAST ansehen.


© Uwe Hübner, 27.3.98