4.5. Bildinformationen beschaffen

Abbildung 3.29. Beschaffung von Bildinformationen

Beschaffung von Bildinformationen

Als Beispielbild dient wieder eines von der APOD-Webseite [APOD06]. Viele Informationen erhalten Sie direkt aus dem Bildfenster, beispielsweise die Bildgröße. Mit BildBildeigenschaften erhalten Sie sogar noch mehr Informationen.

Abbildung 3.30. Das Dialogfenster „Bildeigenschaften

Das Dialogfenster Bildeigenschaften

Wenn Sie einfach nur aus dem rechteckigen Bild ein Quadrat machen, wie in Abschnitt 4.4, „Ein Bild zuschneiden“, müssen Sie nur den Dialog öffnen, die kürzere Seite ermitteln und dann wie beschrieben fortfahren. Da dies nur einen geringen Lerneffekt hat, schlage ich ein paar Rechenübungen vor, die Ihnen bei der Ermittlung der richtigen Bildgröße helfen können.

Abbildung 3.31. Skalierungproblem

Skalierungproblem

Es ist schön, wenn Bilder im Browser wie Fotos aussehen. Onlinefotos haben etwa eine Größe von 4x6 Zoll (10x15 cm), wenn Sie auf 288x432 Pixel skaliert werden (beim typischen 72-dpi-Bildschirm). Allerdings gibt es Probleme, wenn Sie die Bildgröße ändern, denn dann stimmen die Größenverhältnisse (Breite zu Höhe) des Originals und des Fotos nicht mehr überein. Daher schneiden Sie 10 Pixel in der Höhe ab, damit das skalierte Bild die korrekte Größe hat, beim Beispielbild am besten vom oberen Rand. Das Endergebnis sollte auf den meisten Bildschirmen wie ein 10x15cm-Foto erscheinen.

Abbildung 3.32. Problem durch Zuschneiden gelöst

Problem durch Zuschneiden gelöst

Probleme treten immer dann auf, wenn Sie gescannte Fotos mit digitalen Fotos oder mit gescannten Negativen mischen. Viele Filmentwickler schneiden automatisch einen Teil der Bilder ab, so dass die Bilder zur Druckgröße oder zu einem ganz bestimmten Stil passen. Wenn Sie ein Bild zum Ausdrucken auf einer solchen Maschine vorbereiten, oder wenn Sie vorhaben, eine Bildergallerie mit Bildern aus verschiedenen Quellen zusammenzustellen, wäre ein intelligentes Zuschneiden auf die beste Größe für das gewählte Medium von Vorteil. Falls das jetzt zu verwirrend war, machen Sie bitte die Fotodruckindustrie und nicht GIMP dafür verantwortlich.

Sie können außerdem die Druckauflösung Ihres Bildes ändern, mit denselben Methoden, die wir beim Skalieren verwendet haben. Allerdings geht es bei meinem eher beschränkten Einsatzzweck nur um die Anzahl der Pixel. Nehmen wir an, Sie wollen das Bild im Fotolabor drucken lassen, am besten mit 300 Pixeln pro Zoll. Das Originalbild läßt sich problemlos als 7x5-Zoll Foto ausdrucken: 2241px/300dpi = 7,47. Nehmen Sie nun Ihren Taschenrechner zur Hand und berechnen Sie die kurze Seite: 1548/300 = ?

Allerdings gibt es noch eine traurige Wahrheit für Sie, wenn Sie beim Thema Grafik und Computer noch Anfänger sind: Nur weil etwas gut auf dem Bildschirm aussieht, muss es noch lange nicht ausgedruckt gut aussehen. Ich habe einmal versucht nachzubilden, wie das Bild bei 300 dpi ausgedruckt aussehen würde. Tut mir leid. Es gibt natürlich noch einige Möglichkeiten, beispielsweise hat ein Freund Bilder ausgedruckt und dann wieder eingescannt. Schrecklich!

Abbildung 3.33. Das tatsächliche ausgedruckte Beispielbild

Das tatsächliche ausgedruckte Beispielbild